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HamNat Test – Hamburger Auswahlverfahren

Was ist der HamNat Test? Wo wird er geschrieben?

Der HAM-Nat ist ein schriftlicher Aufnahmetest zum Medizinstudium. Er umfasst 80 multiple Choice Aufgaben, die in 120 Minuten beantwortet werden müssen. Angeboten wird der Test in Berlin, Hamburg und Magdeburg. Der Test heißt HamNat, da er 2008 am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf entwickelt wurde.

„Multiple Choice“ bedeutet in diesem Fall, dass eine Frage mit fünf verschiedenen Antworten zu Verfügung gestellt wird. Von diesen fünf Antwortmöglichkeiten ist hierbei lediglich eine richtig. Rechenwege oder Nebenaufzeichnungen finden keine Berücksichtigung. Durchschnittlich haben Testteilnehmer entsprechend 90 Sekunden Zeit pro Frage.

Hamburg und Magdeburg lassen einmal im Jahr zum Wintersemester, oftmals Anfang bis Mitte August den HamNat schreiben. Berlin lässt den Test einmal zum Sommersemester, meist im Februar, sowie einmal zum Wintersemester schreiben. Die genauen Testtermine lassen sich jederzeit auf den Webseiten der jeweiligen Universitäten herausfinden, sie können von Jahr zu Jahr variieren.

Auch die Studienplätze für Zahnmedizin werden am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und an der Charité Berlin nach der Durchschnittsnote in der Hochschulzugangsberechtigung in Verbindung mit dem Ergebnis des HAM-Nat vergeben.

Wichtig: Der HamNat kann jedes Jahr wiederholt werden, der TMS nicht.

Was sind die HamNat Testinhalte? Wie kann man sich vorbereiten?

Abgefragt werden laut den Universitäten „Oberstufenkenntnisse“ in den naturwissenschaftlichen Fächern:

  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass keine Hilfsmittel verwendet werden dürfen. Das heißt, dass insbesondere Taschenrechner und Formelsammlung nicht verwendet werden dürfen.

Der Testinhalt ist bei genannten drei Universitäten zum Wintersemester komplett identisch. Die Zulassungskriterien indes können sich allerdings stark unterscheiden. Das bedeutet, dass es durchaus von Bedeutung sein kann, an welcher der Universitäten man sich bewirbt.

Der HAM-Nat beginnt um ca. 9:00 Uhr und dauert insgesamt bis 13:30 Uhr (Einlass, Begrüßung, Austeilen der Testunterlagen etc. inbegriffen).

Wer kann am HamNat teilnehmen?

Eine grundsätzliche Voraussetzung zur Teilnahme am HAM-Nat muss direkt schon bei der Bewerbung über Hochschulstart berücksichtigt werden. Die drei Universitäten verlangen in erster Hinsicht die 1. Ortspräferenz. Das bedeutet, dass man sich vorher entscheiden muss, wo der Test geschrieben werden soll und eine etwaige Zulassung sich dann auch ausschließlich auf diese Universität beschränkt. Es ist allerdings nicht so, dass automatisch jeder Bewerber eingeladen wird, der beispielsweise Hamburg auf 1. Ortspräferenz setzt. Anders als beim TMS wird vorselektiert.

In den letzten Jahren wurden für eine Einladung zum HAM-Nat folgenden Abischnitte benötigt.

  • Hamburg – 1,8
  • Berlin – 1,5
  • Magdeburg – 1,8  

Der Trend ist steigend.  In der Vergangenheit wurde beispielsweise in Hamburg nicht mehr jeder mit 1,8 eingeladen, sondern gelost, wer noch teilnehmen durfte.

Wie ist die Erfolgswahrscheinlichkeit beim HamNat?

Der Abiturdurchschnitt ist leider nicht nur für die Testzulassung relevant, sondern letztendlich auch der Ausgangspunkt zur Ermittlung der Erfolgschance. Bewerber bekommen über ihren Abiturdurchschnitt ein Notenäquivalent zugewiesen, das dann mit der im Test erreichten Punktzahl zusammengerechnet wird. Die Gesamtpunktzahl bestimmt dann den Rangplatz.

Beispiel: In Hamburg und Magdeburg können im Test 59 Punkte erreicht werden. In Berlin gibt es bis zu 400 Punkte, hier wird anders kalkuliert.

Der Durchschnittsnote vom Abitur kann bei 1,0 max. 60 Punkte zugeschrieben werden. Je „schlechter“ der Schnitt, desto weniger Punkte werden zugewiesen. Wer einen Abidurchschnitt von 1,0 hat enthält somit beispielsweise 60 Startpunkte. Wenn man nun 30 Punkte im Test erreicht, ergibt sich eine Gesamtpunktzahl von 90 Punkten. Entsprechend der Gesamtpunktzahl wird eine Rangliste erstellt, nach der zugelassen wird. Bewerber mit einem schlechteren Abiturdurchschnitt müssen somit für den Erhalt eines Platzes besser im Test sein.

In Berlin und Magdeburg bekommen nach Erstellung der Rangliste die besten Bewerber einen Platz. In Hamburg bekommen die Besten eine Direktzulassung. Ein geringerer Teil der übrigen Bewerber bekommt die Möglichkeit an einem praktischen Test, dem sogenannten Ham-Int teilzunehmen.