Losverfahren Medizin – Zum Medizinstudienplatz per Losglück

Losverfahren Medizin

Was ist das Losverfahren Medizin?

Beim Losverfahren Medizin werden Studienplätze, die nach dem letzten Nachrückverfahren noch frei geblieben sind, vergeben. Es findet nur statt, wenn Restplätze vorhanden sind. Falls keine freien Studienplätze vorhanden sind, wird auch kein Losverfahren durchgeführt.

Das Verfahren richtet sich an Bewerber, die noch keinen Studienplatz erhalten haben. Dabei ist es unerheblich, ob man sich bereits im regulären Verfahren über Hochschulstart beworben hat oder nicht.

Auch der Abiturschnitt ist im Losverfahren Medizin völlig irrelevant, hier geht es nur um das Glück. Ob man im Losverfahren erfolgreich war, erfährt man direkt von den Hochschulen. Es werden keine Ablehnungsbescheide verschickt – wer nicht zugelassen wird, ist automatisch abgelehnt.

Wie kann man am Losverfahren Medizin teilnehmen?

Um an dem Losverfahren teilzunehmen, schickte man bis vor einigen Jahren eine Postkarte oder ein Formular, welches bei einigen Universitäten als Datei zum Download bereitgestellt wird, an die entsprechende Universität. Mittlerweile führen fast alle Universitäten das Losverfahren mit einem Online-Antrag durch, einen postalischen Antrag verlangt nur noch die Universität Greifswald. Eine vorherige Bewerbung bei hochschulstart.de oder die Abiturnote sind irrelevant. Die Teilnahmefristen unterscheiden sich von Universität zu Universität und sind zum Wintersemester ca. im September/Oktober und zum Sommersemester ca. im März/April.

Eine Vorlage für eine solche Postkarte haben wir für Sie hier vorbereitet. Immer mehr Hochschulen bieten nur noch ein Online-Verfahren an, bei welchem neben dem Wunschstudiengang in der Regel lediglich die persönlichen Daten angegeben werden müssen. Mit der Teilnahme am Losverfahren bestätigen Sie, dass Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Die entsprechenden Links finden Sie unten.

Welche Frist gibt es für das Losverfahren Medizin?

Im Wintersemester 2025/2026 sind dies:

Leipzig, Lübeck, Ulm und Oldenburg bieten keine Möglichkeit, einen Medizinstudienplatz per Los zu erhalten. Weitere Universitäten, wie Dresden, Düsseldorf, Mannheim, Köln und Ulm bieten im Wintersemester 2025 kein Losverfahren für Humanmedizin an.

Im Sommersemester sind es lediglich die Universitäten in Berlin, Erlangen, Gießen, Göttingen, Köln, Mainz, Tübingen und Würzburg.

Gibt es Nachteile am Losvergabeverfahren Medizin?

Wenn der Studienplatz einmal zugelost wurde, muss alles sehr schnell gehen. Nach Erhalt des Studienplatzes müssen Sie sich unbedingt unverzüglich immatrikulieren. Das Semester hat zu diesem Zeitpunkt normalerweise schon begonnen. Die Erstsemester- und Einführungsveranstaltungen sind schon vorbei, es kann auch sein, dass es schon zu spät ist, sich für bestimmte Praktika und Lehrveranstaltungen anzumelden. Je nach Einstieg ist es sogar denkbar, dass schon Anwesenheitszeiten verpasst wurden, die das Studium um ein ganzes Semester verlängern können.

Welche Regelungen gibt es beim Losverfahren für das Medizinstudium?

Das Losverfahren ist ziemlich voraussetzungsfrei: Weder Berufserfahrung, ein bestimmter Notendurchschnitt noch der TMS werden gefordert. Mit der Teilnahme bestätigen Sie jedoch, dass Sie ein paar wichtige Voraussetzungen erfüllen: Zum einen müssen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung mitbringen. Auch dürfen Sie ihren Prüfungsanspruch im Fach Medizin nicht verloren haben. Manche Universitäten erlauben nur EU-Staatsbürger oder Bewerber mit einem deutschen Abitur, die Regularien variieren hier jedoch. Einige Universitäten verlangen für die Teilnahme außerdem eine Registrierung bei Hochschulstart. Wir empfehlen, die entsprechende Website gründlich zu prüfen.

Studienplatzbörse

Die Studienplatzbörse des Hochschulkompass ist ein Web-Angebot und eine gemeinschaftliche Aktion der in der Hochschulrektorenkonferenz zusammengeschlossenen Hochschulen und der Stiftung für Hochschulzulassung Hochschulstart. Hier werden zum Wintersemester zwischen dem 01.08. und dem 31.10. noch Studienplatzangebote beworben. Medizinstudienplätze gibt es hier nicht, die werden direkt über die o.g. Hochschulen vergeben.

Alternativen Losverfahren Medizin

Wer sich nicht auf sein Losglück verlassen möchte, kann beispielsweise mit unserer Hilfe Medizin im Ausland studieren, zur Bundeswehr gehen oder an einer Privatuniversität in Deutschland Medizin studieren. Auch für die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) ist der Abiturschnitt irrelevant.

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